Das bayerisch‑afrikanische Projekt FAMFISK zeigt, wie der internatio-nale Austausch den Aufbau von Maschinenringen in Senegal und Kenia stärkt. Mehr als 800 Teilnehmer profitierten von den Qualifizierungen und gemeinsamen Entwicklungsprojekten. Die Abschlussveranstal-tung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf verdeutlichte ihre nachhaltige Wirkung.
Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts FAMFISK (Fostering Agricultural Machinery & Food Tech-nology in Senegal & Kenya) an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) kamen die Partner aus Bayern, Senegal und Kenia zusammen, um die gemeinsamen Projektergebnisse zu präsentieren und Einblicke in die umgesetzten Aktivitäten zu geben. FAMFISK wird durch die Bayerische Staatskanz-lei gefördert und läuft bis Februar 2026.
Qualifizierung und Netzwerke als Schlüssel
Das Projekt startete im März 2024 als Verbundprojekt zwischen der Hochschule Weihenstephan-Trie-sdorf (HSWT), der Maschinenring Foundation gGmbH (MRF) und dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft gGmbH. Zu den internationalen Partnern zählen die Université du Sine Saloum El-Hâdj Ibra-hima NIASS im Senegal, die Jaramogi Oginga Odinga University of Science and Technology in Kenia sowie die Maschinenringe in Senegal und Kenia.
Ziel des Projekts ist die Begleitung des Aufbaus der Maschinenringe im Senegal und in Kenia durch Qualifizierungs- und Austauschformate sowie Netzwerkbildung. Aktuell gibt es rund 300 Maschinen-ringe im Senegal und in Kenia. Im Fokus des Projekts steht die enge Zusammenarbeit zwischen Hoch-schulen und Praxispartnern, um die Verknüpfung von Berufs- und Hochschulbildung zu stärken. Die bayerischen Akteure bündeln ihre Kompetenzen und schaffen Synergien. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen SDG 2 (kein Hunger), SDG 4 (hochwertige Bildung) und SDG 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum).
Präsentation zentraler Projektaktivitäten und Praxisbeispiele
An der Abschlussveranstaltung nahmen Gäste der Bayerischen Staatskanzlei, aus Ministerien und For-schung, der kenianischen Botschaft in Berlin sowie der Projektpartner und weiterer Institutionen teil.
Die Veranstaltung bot den rund 30 Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über die zentralen Projektaktivitäten. Vorgestellt wurden unter anderem die Summer und Winter Schools, Teilqualifizie-rungsprogramme zu den Themen Mechanisierung/Maschinenwartung und Optimierung der Wert-schöpfungskette, Studierenden-Tandemformate, sowie Praktika und Praxisaufenthalte in enger Zu-sammenarbeit mit den Maschinenringen vor Ort im Senegal und Kenia.
Ein Beispiel für die Implementierung eines Studierendenprojekts: die Entwicklung zusätzlicher Säschei-ben für eine bestehende Sämaschine. Dadurch können die Landwirte vor Ort nun nicht mehr nur Mais, sondern auch andere Kulturen – unter anderem Erdnüsse, Hirse und Sesam – mit ein und derselben Maschine aussäen. Die Säscheiben wurden bereits von den Landwirten im Senegal erfolgreich getestet.
Delegationsbesuch vom 26. bis 30. Januar 2026
Die Abschlussveranstaltung fand im Rahmen eines Delegationsbesuch aller Projektpartner vom 26. bis 30. Januar 2026 an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf statt. Neben der Abschlussveranstaltung umfasste die Besuchswoche mehrere Fachtermine und Austauschformate, darunter einen Evaluie-rungsworkshop an der HSWT sowie Besuche mit fachlichem Austausch bei MRF und der HORSCH Ma-schinen GmbH.
Alle Projektpartner möchten sich bei der Bayerischen Staatskanzlei für die sehr gute Zusammenarbeit und die Förderung des Projekts herzlich bedanken. Alle Projektaktivitäten wurden durch intensive Öffentlichkeitsarbeit begleitet.